Rückblick auf das was gewesen sein könnte, im Hinblick auf das Gegenwärtige.
5. Der Urmensch I er erfindet den Ur - Kult oder die Kult - Ur.
Es war der Urmensch alt - betagt,
seIten geduldet, oft gejagt.
Irgendwann war ihm das Spiel
zu guter letzt dann doch zu viel.
Er besann sich aufs Gehirn,
hinter seiner flachen Stirn.
Der Urmensch sprach: "Ein Mann, ein Wort,"
und erfand die Sprache dort.
Er sprach verwegen lange Weile,
von nun an auch von seinem Heile.
Er kämpfte nun mit Haken - Ösen,
um sich vom Unheil zu erlösen.
Mit seinem Kopf da tat er denken
und alle seine Schritte lenken.
Auch hat er mit dem Kopf entdeckt,
was so alles in ihm steckt.
Im letzten Stadium lernt er sprechen,
um sich die Zunge zu zerbrechen.
Er grunzt und schnalzt mit seiner Zunge
und arbeitet mit seiner Lunge.
Beschwert er sich, dann tut er murren.
Das äußert er mit lautem Knurren.
Ist er zufrieden, tut er summen
und unentschlossen tut er brummen.
Beginnt den Lernprozess mit "A",
wenn Erfahrung ihm geschah.
Bei Überraschung spricht er "0",
und am Ende "Sowieso!"
Wenn er sich ekelt, spricht er "I',
doch Silben spricht er anfangs nie.
Er beginnt darauf zu malen
und mit dem Tauschobjekt zu zahlen.
Sein erstes Wort, ganz nebenbei,
ist vielleicht das Wörtchen "Ei."
Hat sein Urweibchen ausgewählt
und dafür Eier abgezählt.
Aus einem ursprünglichen Ei,
wurden dahingegen "Zw-Ei",
Die Einzahl ist das Wörtchen "Ei-ns";
und nichts ist weiter nichts als "K-Ei-ns."
Aus der Verbindung "Eins" und "Zwei",
wurde schließlich Nummer "Dr-Ei,"
Er tat auch bald zu Wohlstand finden,
tat karges Dasein überwinden,
tat nicht mehr allzu früh verwelken
und bald schon an dem Euter melken.
Er lebt schon bald, bequem im Stil
und sorgt für seine Kinder viel.
Tat damals noch kein Boden pflügen.
Hat sehr viel Freiheit fürs Vergnügen,
vergnügte sich in dem Bestreben,
sehr viel Nachwuchs zu erleben.
von Heinrich Feisel