Rückblick auf das was gewesen sein könnte, im Hinblick auf das Gegenwärtige.
Urmensch-Mensch (Gemütlichkeit).
Nach zäher Auseinandersetzung und entsprechender Verletzung
sucht der Urmensch, nach dem Streit, Ruhe und Gemütlichkeit,
damit er sich, noch irgendwann, von seinem Schmerz erholen kann.
Wenn er nicht mit dem Gegner kämpft, der ihn in der Streitlust dämpft,
dann macht der Urmensch eine Pause, Ruhe suchend und Zuhause
sich, wenn möglich, schnell erholend. Wenn sein Gegner, hämisch johlend,
sich dabei als Sieger fühlt, ist das Verhältnis unterkühlt,
mitunter auch zu seinem Weib, angesichts vom Zeitvertreib
den sie in der Freizeit sucht, weshalb er seinen Feind verflucht,
der dominant zu werden glaubt und der ihm alle Ruhe raubt.
Mit der Gemütlichkeit zuhaus ist es in der Höhle aus
und er verzieht sich aus der Grotte, denn sein Weib schmäht ihn im Spotte.
Bleibt er nicht in der Grotte wohnen scheint es sich nicht mehr zu lohnen
dass er dort die Ruhe sucht. Dann ist der Urmensch auf der Flucht,
angesichts von seinem Weibe und er sucht die neue Bleibe,
wenn es geht in kurzer Zeit, zum Zwecke der Gemütlichkeit.
Schlägt ihm sein Gegner aufs Gemüt, ziemlich heiß in dem Geblüt
auf seine noch recht junge Frau, dann weiß der Urmensch ganz genau
dass er sich lieber schnell verzieht, wodurch er aus der Höhle flieht.
Er flüchtet und er lässt ein Stück der Gemütlichkeit zurück.
Oder sein Weib verlässt den Ort und geht mit einem Fremden fort.
Sie hat wohl nicht an ihm gehangen, denn sie ist dann fremd gegangen,
was heute um so mehr geschieht, je mehr der Mensch die Chancen sieht,
die sich ihm im Leben bieten. Wer will der kann ein Zimmer mieten
und zieht von Zuhause aus. Die Gemütlichkeit im Haus
gibt es schließlich irgendwie nur bei guter Harmonie.
Ist die Harmonie gestört, durch manches das sich nicht gehört,
dann folgt eine schlimme Zeit der großen Ungemütlichkeit.
Es sucht der Urmensch hier und heute, dauernd in der großen Meute
ständig nach der Liebeslust, denn sonst hat er nur noch Frust.
Sexuell ist sein Begehren, nicht um Kinder zu vermehren,
sondern um sich auszuleben, in dem ständigen Bestreben.
Der Mensch der tobt sich außer Haus mitunter auch recht heftig aus
und sucht zuhaus Gemütlichkeit. Folgt der eheliche Streit
dann ist es im Verzweiflungsschrei mit der Gemütlichkeit vorbei.
Es schätzt der Mensch ja alle Zeit den Vorteil der Gemütlichkeit,
in der er sich behaglich fühlt. Doch ist er innen aufgewühlt,
in seinen unerwünschten Sorgen, dann fühlt er sich kaum geborgen,
weil er sich nicht sehr geduldet und seinen Kummer meist verschuldet.
Wertvoll bleibt wohl jederzeit jede Art Gemütlichkeit.
H. Feisel