Rückblick auf das was gewesen sein könnte, im Hinblick auf das Gegenwärtige.
Urmensch-Mensch / Brautsuche.
Der Urmensch tut auf Suche gehen und beginnt sich umzusehen,
nach einer heiß ersehnten Braut, während er so um sich schaut.
Die Inzucht will er nicht betreiben, drum darf er hier nicht hocken bleiben,
in der Sippe der Verwandten. Er streift ruhlos durch die Landen,
hinüber zu dem Nachbarstamm, überwindend einen Damm,
der zu irgend etwas nützt, weil er auch vor Fremden schützt,
wenn sie ungebeten sind. Danach flüchtet er geschwind
und gibt reichlich Fersengeld. Er wäre gern ein Frauenheld
und will sich gerne eine kaufen. Doch dann muss er ums Leben laufen,
weil er, für den speziellen Spaß, das Bezahlen ganz vergaß.
Das Weibchen muss danach viel flennen und er flink von dannen rennen,
denn es verlässt ihn aller Mut. Doch sorgt er so für frisches Blut,
in dem laufenden Programm, allerdings im fremden Stamm.
Man hätte ihn danach indessen, wo möglich beinah aufgefressen,
erzählt er später in der Märe, wenn er kein guter Sportsmann wäre,
der rasanter laufen kann, als ein mancher Durchschnittsmann.
Er meint er wär dadurch gescheiter und schreitet seines Weges weiter,
um ein Weibchen aufzufinden. Viel Dickicht muss er überwinden,
bis er ein junges Weib erspäht, wo er wie ein Gockel kräht,
mit hochrot eingefärbtem Kamm. Er erlegt ein Ziegenlamm
und legt es seinem Weib zu Füßen, um sie derart zu begrüßen,
wo die Kraut und Beeren sucht, während sie den Wald verflucht,
von den Dornen arg zerstochen. Er hat ihr Besseres versprochen
und schleift sie mit zu sich nach Hause, jedoch nach der Ruhepause,
nachdem man ziemlich tätig war. Die Ehe macht man später klar,
durch den Zeremonienmeister. Verbinden soll der zähe Kleister,
den der Schamane ungeniert manchem um den Mund rum schmiert.
Die Ehe sei ein Honigschlecken, ein Leben lang und ums Verrecken,
spricht, mit urzeitlichen Wort, der Zeremonienmeister dort,
der es im Ritus, auf Geheiß, aber selbst nicht besser weiß,
weil die Erkenntnis schlecht gelingt,vielleicht durchs Zölibat bedingt.
Doch die Suche hat geendet, indem er nun sein Weib verwendet,
für die alltäglichen Pflichten und vieles muss sie auch verrichten,
von dem was praktikabel scheint, denn man ist im Brauch vereint.
Mit der Suche ist es aus. Dafür sorgt die Frau im Haus,
die, die Nebenfrau nicht duldet und der er immer etwas schuldet,
für das sichtliche Begehren eifrig Kinder zu vermehren.
Die will, nach der Hochzeitsfeier sehr viel lieber viele Eier,
oder auch recht viele Kohlen und hat von nun an viel befohlen.
H.Feisel